Magie beschreibt eine gefärbte Form des Chaos. Sie wird von Göttern und Leviathana geschaffen, um eine territoriale Domäne in der Leere für sich zu beanspruchen. Wenn die Stürme mit einer magischen Sphäre in Kontakt kommen, werden die freien Energien ebenfalls eingefärbt und stehen als ungebundene magische Kräfte zur Verfügung.
Während alle Chaosgeborenen in der Lage sind, rohes Chaos frei nach ihren Vorstellungen zu formen und somit für sich einzusetzen, gehorcht Magie nur jenen, die sich an deren Färbung angepasst haben, und ist weniger flexibel, dafür aber effektiver in ihrer Anwendung. Einerseits ist damit das Gefolge eines Gottes oder Leviathans in einem Konflikt im Vorteil, doch gleichzeitig ist es von der Quelle seiner Magie abhängig, denn Magie, die nicht aktiv aufrechterhalten wird, zerfällt wieder zu ihrer chaotischen Urform.
Die Aufnahme magischer Energie trägt weniger zum Wachstum eines Chaosgeborenen bei als rohes Chaos, was wahrscheinlich einer der Gründe dafür war, dass die Götter die Entstehung der Leviathana nicht vorhergesehen hatten.
Von den Färbungen des Chaos sind bisher bekannt:
Das grüne Fyn, das zuerst von Primeyra geschaffen wurde.
Die blaue Agua, als deren Quelle Kuze die Nebelschlange bekannt ist.
Die violette Noctis, mit der der Schattengott Thulgoth zum Schrecken der Leere wurde.
Die rote Duro, geschaffen vom Totengott Yatis, der damit den Ewigstein als Symbol der unsterblichen Macht des Todes erschuf.
Als der Daeva Yatis seinen Gott Nibuur tötet, indem er ihm mit dessen eigenem Fyn das Leben entzieht, steigt er nicht ins Göttertum auf, kann aber noch viel länger als erwartet Magie wirken. Die genauen Gründe für den stark verlangsamten Verfall seiner magischen Kräfte sind unklar, aber es ist naheliegend, dass die Art, wie er Nibuur getötet hat, dabei eine Rolle spielt.
Yatis' verdrehte Variante der Fyn–Magie wird als Nekromantie bezeichnet.